1
POPSWahlverhalten von Muslimen in Deutschland English translation: ↗ "The Future Chancellor-Makers" - voting preferences among Muslims in Germany Muslims in Germany form a potential voting block that cannot to be ignored. But what are their political preferences and to what extent do the German parties take Muslim sensibilities into account?
1
POPSKoran-Übersetzungen - akkurat oder poetisch? Die bisher "philologisch korrekteste" Fassung sei die von Rudi Paret, meint die Bonner Islamforscherin Professor Eva Orthmann, räumt aber ein, dass diese Fassung sehr akademisch und für den Laien etwas schwierig zu lesen sei. "Außerdem gibt es noch die frühe Koranübersetzung von Friedrich Rückert, der versucht hatte, die Poesie des Korans in seiner Sprache auch im Deutschen einzufangen und wiederzugeben . Allerdings ist die Übersetzung nicht vollständig und philologisch dann auch in jeder Hinsicht nicht ganz so korrekt." Es gibt Puristen, die fordern, der Koran dürfe nicht übersetzt werden . Nadeem Elyas teilt die Auffassung der Puristen nicht, räumt jedoch gleichzeitig ein "jede Übersetzung nur einen Teilaspekt von dem wiedergibt, was der arabische Text in sich birgt."
0
POPSZum Fall Marwa al-Sherbini Die von Demagogen und Scharfmachern instrumentalisierte Empörung in der islamischen Welt über die brutale Ermordung Marwa al-Sherbinis darf den Blick auf eine Wende zum Positiven zwischen dem deutschen Staat und den deutschen Muslimen nicht verstellen, meint Loay Mudhoon in seinem Kommentar.
1
POPSStreit um die Burka in Frankreich Eine Symbolik, die zu derjenigen der Burka in kaum größerem Gegensatz stehen könnte: Eugene Delacroixs "Die Freiheit führt das Volk" aus dem Jahr 1830. Hier die selbstbewusste, furchtlose Frau an der Spitze ihrer (männlichen) Mitkämpfer – und dort die vollständig abgeschirmte sowie wehrlose und darum den Blicken der Männer entzogene Muslima. Der Koran spreche an keiner Stelle vom Niqab oder der Burka, erläutert der Islamwissenschaftler Mohamed-Cherif Ferjani. Und auch Dalil Boubakeur, der Direktor der großen Moschee von Paris, verwies darauf, dass die Burka weder islamische Pflicht noch Tradition sei. Die für Stadtentwicklung zuständige Staatssekretärin Fadela Amara, Gründerin der Frauenrechtsbewegung "Ni putes ni soumises" ("Weder Huren noch Unterworfene"), unterstützte das Verbot. Die Burka sei das "deutliche und sichtbare Zeichen der Fundamentalisten und Islamisten", weshalb man es im Namen der Demokratie und der Frauen unterbinden müsse.
0
POPSPerspektiven auf die Scharia | On the Plurality of Islamic Law Scharia versus ziviles und bürgerliches Recht Der Jura-Professor bezieht in dieser Frage deutlich Stellung: Er ist entschieden gegen die Zulassung von Scharia-Bestimmungen im zivilen und bürgerlichen Recht. "Muslime, die nach der Scharia rufen, sollten sich klarmachen, dass die Wahlfreiheit in Deutschland ein hohes Gut ist, und dass im Rahmen des geltenden Rechts ja durchaus Gestaltungsoptionen bestehen, die auch mit einem strengeren Religionsverständnis vereinbar sind." Mathias Rohe sieht die islamische Theologie in der Pflicht: "Den islamischen Theologen und Religionspädagogen kommt eine wichtige Rolle zu, wenn es um die Vereinbarkeit von islamischer religiöser Identität und den Prinzipien des demokratischen Rechtsstaats geht", sagt er.
1
POPSNecla Kelek vs. Tariq Ramadan: Wer hat Angst vor dem europäischen Islam? Tagung mit Jürgen Habermas und Tariq Ramadan: ↗Ohne Muslime kein Europa Die Integration der nach Europa eingewanderten Muslime sei längst kein Projekt mehr, sondern Realität, so Tariq Ramadan. Bei einer Tagung traf der umstrittene Vertreter der europäischen Muslime auf den Philosophen Jürgen Habermas – und es wurde kontrovers über das Verhältnis Europa-Moderne-Islam diskutiert. Buchtipp: Wer hat Angst vor Tariq Ramadan? ↗Epochaler Reformator oder Wolf im Schafspelz? Tariq Ramadan ist wohl einer der schillerndsten muslimischen Intellektuellen Europas. Nina zu Fürstenberg hat den vielfach auch als "Softcore-Islamisten" gescholtenen Ramadan in ihrem Buch unter die Lupen genommen. Katajun Amirpur hat es gelesen.
0
POPSOlivier Roy: Absage an den "Kampf der Kulturen" Der französische Politikwissenschaftler und Islamismusexperte Olivier Roy will mit seinem neuen Buch die Idee einer "Geostrategie des Islam" widerlegen - und damit auch die These vom Zusammenprall der Kulturen. English translation: here .
2
POPSOlivier Roy: Europe's difficulties with its Muslims a subject of oversimplification Olivier Roy is one of the most renowned experts on political Islam. In this interview with Michael Hesse, he talks about religious fundamentalism, Islam in Europe, and explains why the Muslim middle classes in the West ought to be recognized as a western faith community, not as an alien culture: the modern brands of fundamentalism (wahhabism, but also protestant evangelicalism) are not the product of traditional cultures, but on the contrary the product of a crisis of traditional cultures, the product of deculturation and globalization. Religious tensions are linked with the crisis of traditional cultures, and are not their expression. Deutsche Fassung: Interview mit Olivier Roy - "Radikale Muslime sind verwestlicht"
0
POPSMaybrit Illner 2007-07-11: Warum ist der Islam uns unheimlich?" Die Frage "Warum ist der Islam uns unheimlich?" ist eine massenmediendumme Frage. Sie suggeriert ein Wir vs. die anderen. Sie grenzt aus. Sie grenzt die Muslime aus. Sie ist integrationsfeindlich. Und daher dumm. Maybrit Illner - sonst beachtlich -, war dies ein Ausrutscher? Auch in der hohen Eigensensibilität, aber mangelnden intellektuellen Einfühlung in das, was der Vertreter des Zentralrats der Muslime zu sagen hatte?
0
POPSWer ein Haus baut, will bleiben. - Zum Kölner Moscheestreit
Ralph Giordano sollte die hilflosen Attacken seiner Gegner nicht als Indiz dafür nehmen, dass er selbst richtig liegt. Er hat die bedenkenswerten Elemente seiner Islamkritik unter so viel wütender Polemik versteckt, dass es schwer ist, sie überhaupt noch zur Kenntnis zu nehmen. Gegen die Burka sprechen die Menschenrechte, nicht Regeln des guten Geschmacks. Wer die Bevölkerung über Sakralbauten abstimmen lassen will, der kann nicht nur weitere Moscheen, sondern auch neue Synagogen wie in Leipzig und München vergessen. Giordano lehnt die Ehrenfelder Moschee ab, weil sie »ein falsches Signal« sei. Die Integration der Muslime sei »gescheitert«, eine Großmoschee aber suggeriere, sie sei gelungen. Die Erlaubnis zum Bau einer Moschee ist aber zum Glück kein Gnadenrecht, das die geneigte Mehrheit bei gelungener Integration verleiht, sondern eine Frage der Religionsfreiheit und des Baurechts. http://tinyurl.com/2omoag Siehe auch: http://tinyurl.com/32oqwr
0
POPSAufgeklärte Blicke auf Mohammed, Muslime und den Koran Annemarie Schimmel: Muhammad. Diederichs kompakt, 96 S.; 6,90 Euro. Gabriel Mandel Khan: Der Prophet Mohammed. Parthas, 143 S.; zahlr. farbige Abb., 19,80 Euro. Der Koran, erschlossen und kommentiert v. Adel Th. Khoury, Patmos, zahlr. Abb., 350 S.; 39,90 Euro.
0
POPS"Christliche Mitte" ruft zum Widerstand auf
Ich bitte um kritische Kenntnisnahme dieser Anschauungen, von denen ich mich distanziere. Siehe auch: CHRISTLICHE MITTE - Für ein Deutschland nach Gottes Geboten - Zurück zum alten Strafrecht http://www.christliche-mitte.de/content/view/81/2/ "Die katholischen Normalbürger erwarten sich vor allem von den Wächtern der Kirche eine offensivere und mutigere Haltung in der Forderung nach Wiederherstellung der früheren Gesetzgebung, die notwendig ist, um der Zerstörung der guten alten deutschen sittlichen, religiösen und wahrhaft humanen Kultur wirksam entgegenzutreten." - - Der Republikaner http://www.der-republikaner.de/rep001/rep0607/rep_zeitung06_texte3.htm "Ist Gott für Sie ein politisches Programm?" MERTENSACKER: "Die CM fordert, die staatlichen Gesetze an den göttlichen Geboten zu orientieren - und zwar ohne Abstriche, wie sie von allen sich christlich nennenden Parteien gemacht werden." "Vieles, was Sie vertreten, könnte auch im Programm der Republikaner stehen."
1
POPS"Zentralrat der Ex-Muslime" kritisiert Integrationspolitik
Ich schätze Arzu Toker. Für fraglich aber halte ich ihre Unterstellung, der Koran müsse in 4:34 so gelesen werden, wie es weltweit von Muslimen mit aufgeklärtem Islam kritisiert wird. Außerdem gießt sie insofern das Kind mit dem Bade aus, als sie sich aus (berechtigter) Gegnerschaft gegen eine politische Integration der Religion in den Staat auch gegen integrationspolitische Gespräche zwischen staatlicher Exekutive und muslimischen Verbänden wendet. Tokers Kritik an der integrationspolitisch motivierten Gestattung religiös begründeter Abweichungen von geltendem Recht teile ich aber grundsätzlich und nehme ich zum Anlass, daran zu erinnern, dass gesellschaftliche Integration nur auf der Basis der säkularen Gesellschaft möglich ist. Alle, auch die entschiedenen Anhänger von Religionen - nicht nur des Islam -, sollten sich darüber klar werden, auf welche Weise sie sich in das notwendig säkulare Gesellschaftskonzept integrativ einbringen und sich integriert in ihm wiederfinden können.
0
POPSFatima Mernissi: Islam und Demokratie Enthalten in einem Aufsatz von Hans-Peter Raddatz (Orientalist), der sich radikal kritisch mit den Bemühungen um den interreligiösen Dialog von Christen und Muslimen befasst: "Der Dialog mit dem Islam wird umso mehr zur Hilfseinrichtung für den Islam, je unbeirrter der Dialog darin fortfährt, den Kampfcharakter dieser Religion durch die Fiktion von Toleranz und Friedfertigkeit zu verschleiern."